Improtheater

Im Impro-Theater werden Szenen gespielt, die zuvor nicht inszeniert wurden. Meistens lassen sich die Schauspieler ein Thema oder einen Vorschlag aus dem Publikum geben. Diese Vorschläge sind dann Auslöser und Leitfaden für die daraufhin spontan entstehenden Szenen. Die Geschichten entstehen aus der Spontaneität und gegenseitigen Inspiration der Impro-Spieler. Der verneinende Intellekt weicht der Fantasie.

In den 1970er Jahren schuf Keith Johnstone in England das Konzept Theatersport, die bis heute populärste Form des Impro-Theaters. Beim Theatersport treten zwei Mannschaften gegeneinander an und versuchen, durch besonders gute Szenen die Gunst des Publikums zu erlangen. Dieses bestimmt am Schluss des Abends die Siegermannschaft. Häufig werden die Spieler durch einen, meist ebenfalls improvisierenden, Musiker begleitet.

Zu sehen gibt es jeweils eine spassige, kurzweilige, energiegeladene und zu weilen selbst für die Spieler überraschende Show, denn alles wird ab dem ersten Moment improvisiert. Ganz im Sinne von Keith Johnstone ist ein unterhaltsamer und extravaganter Abend vorprogrammiert: «Verrückte Gedanken sind solche, die andere Menschen unannehmbar finden und die nicht auszusprechen sie uns beibringen – für die wir aber ins Theater gehen, um zu sehen, wie sie zum Ausdruck gebracht werden.» (Keith Johnstone)